Um 1125 wurde in Middelburg die Liebfrauenabtei gegründet. Sie umfasst unter anderem zwei Kirchen, die Koorkerk (Chorkirche) aus dem 14. Jahrhundert und die Nieuwe Kerk (Neue Kirche) aus dem 15. Jahrhundert. Der 85 m hohe Turm der Koorkerk, der den Namen Lange Jan trägt, ist ein Wahrzeichen der Stadt. Heute sind in den Gebäuden der Abtei unter anderem die Provinzverwaltung und das „Zeeuws Museum“ untergebracht. Abtei, Kupferstich von 1746 Grundriss der Stadt im 18. Jh. 1217 wurden Middelburg durch Graf Willem I. und Gräfin Johanna von Flandern die Stadtrechte verliehen. Im 15. Jahrhundert war der östlich der Stadt gelegene Meeresarm Sloe noch schiffbar, wodurch sich Middelburg zu einer wohlhabenden Handelsstadt entwickeln konnte und zeitweise sogar die bedeutendste nach Amsterdam war. Im Niederländischen Unabhängigkeitskrieg stand Middelburg 1572 auf der Seite des spanischen Königreichs, nach langer Belagerung[2] wechselte die Stadt 1574 jedoch auf die Seite der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen unter der Leitung Wilhelms von Oranjen. Zwischen 1585 und 1579 stattete Johan van Rijswijk die Stadt mit einer neuen Umwallung mit Spitzbastionen auf der Höhe damaliger Technik aus. Der als Stadtgraben dienende Wasserlauf des Arne wurde den Erfordernissen des Festungsbaus angepasst. 1608 wurde in dieser Stadt von Hans Lipperhey das Fernrohr erfunden. Gegen Ende des 17. Jahrhunderts hatte Middelburg etwa 30.000 Einwohner, und war damit die fünftgrößte Stadt der niederländischen Republik. Für damalige Begriffe eine Großstadt. Sowohl die VOC, wie auch die WIC hatten hier eine Niederlassung. Viele Straßen- und Hausnamen verweisen noch heute auf die weitreichenden Auslandsbeziehungen Middelburgs zu dieser Zeit.
Middelburg können Sie mit dem Auto durch den Terneuzen Tunnel erreichen(ca. 45 min. Fahrtzeit einplanen). Von Breskens aus können Sie auch die Fähre nach Vlissingen nehmen. Am Fährhafen ist direkt die Bahnstation, von der aus regelmässig Züge nach Middelburg verkehren.
Stand 11/2019